Stellungnahme der SPD-Fraktion zur Machbarkeitsstudie zum Ausbau der B27

Veröffentlicht am 16.03.2023 in Gemeinderatsfraktion

Endlich haben wir Klarheit, was der Bund für möglich und machbar hält.

Es wurde bei der Vorstellung zum Ausdruck gebracht, dass eine dieser Varianten umgesetzt werden muss. Es ist nicht vorgesehen, dass überhaupt keine Variante realisiert wird.
Die SPD-Fraktion ist sich bewusst, dass neue Straßen in der Regel auch mehr Verkehr nach sich ziehen. Und mit Blick auf den Klimaschutz gibt es auch in unserer Fraktion Stimmen, die den Ausbau von Straßen für den motorisierten
Individualverkehr für aus der Zeit gefallen ansehen.

Wenn der vierspurige Ausbau der B27 laut Regierungspräsidium aber auf jeden Fall kommen soll, dann müssen wir darauf hinwirken, dass die Variante geplant wird, die die beste für unsere Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger ist.
Aus Sicht der SPD-Fraktion ist dann die Variante mit einem vierspurigen Tunnel unter dem Hungerberg die einzig denkbare Variante für Neckarsulm.

B1 oder nix!
Bei dieser Variante ist gewährleistet, dass alle Wohnhäuser entlang der B27 erhalten bleiben. Wir können uns in keinster Weise vorstellen, dass in Zeiten der Wohnungsnot Häuser für den Ausbau einer Bundesstraße abgerissen werden müssen. Vielmehr wollen wir, dass sich die Lebensqualität im Neckarsulmer Norden erhöht. Die Anwohnerinnen und Anwohner entlang der Bundesstraße leiden seit Jahren unter immer mehr Verkehr. Wenn ein Großteil des Durchgangsverkehrs durch einen Tunnel führt, entlastet dies die Wohngebiete Viktorshöhe und Neuberg in erheblichem Maße. Lärmentwicklung wird von der Wohnbebauung wegverlagert.

Die bisherige Trasse kann dann zurückgestuft werden zu einer Gemeindestraße, also in die Verantwortung/Gestaltung der Stadt übergehen.
Die Stadtteile Viktorshöhe und Neuberg können mehr zusammenwachsen. Sie wären nicht durch 6 bis 8 Meter hohe Lärmschutzwände getrennt. Und die Baustelle wäre weitgehend außerhalb der Wohngebiete Viktorshöhe/Neuberg.

Freilich muss der Amorbachknoten zwingend in die Planung mit einbezogen werden, so dass man am nördlichen Tunnelende sowohl von bzw. nach Bad Friedrichshall als auch von bzw. nach Dahenfeld durch den Tunnel fahren kann.
B1 ist die einzige Variante, die wir uns vorstellen können. Aber es gibt noch ungeklärte Fragen. Die jetzt folgende Variantenuntersuchung muss zeigen, ob die Variante B1 wirklich einen Vorteil für Neckarsulm bringt. Es muss geklärt
werden, wie sich die Verkehre auf der alten Trasse entwickeln würden und welche Klimaauswirkungen der Bau des Tunnels und die Verlagerung des Verkehrs haben werden.
Noch eine Bemerkung zum Schluss: Im Rahmen unserer Klimaschutzkonzeption stärken wir in unserer Stadt den ÖPNV und bauen das Radwegenetz aus. Wir bringen in unserer Stadt gerade viel auf den Weg, um den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren. Wir hoffen, dass Bund und Land beim Ausbau der Radwege und des ÖPNV genauso große Finanzmittel zur Verfügung stellen werden wie für den Ausbau der B27.

Dieter Steiner
für die SPD-Fraktion im Neckarsulmer Gemeinderat

 

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