SPD vor Ort zum B27-Anschluss

Veröffentlicht am 25.03.2018 in Gemeinderatsfraktion

Ein Thema, das die Neckarsulmer Bevölkerung derzeit sehr beschäftigt,  ist das Für und Wider für den Anschluss des Gewerbegebietes Trendpark an die B 27. Neben vielen richtigen Informationen kursieren derzeit aber auch viele Falschaussagen und Unwahrheiten in Neckarsulm. Obwohl die Planungen und Voruntersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und noch immer nicht alle notwendigen Gutachten vorliegen, werden bereits Schlussfolgerungen gezogen, die nicht auf fundierten Daten basieren.

SPD Gemeinderatsfraktion und SPD Ortsverein haben deshalb am 3. März in einer Infoveranstaltung vor Ort den aktuellen Sachstand dargelegt. An Hand von Plänen konnten sich interessierte Bürger ein Bild über das Bauvorhaben verschaffen. Ortsvereinsvorsitzender Jens Neser und Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Ullrich konnten rund 80 Besucher begrüßen. Die Mehrzahl kam aus den direkt betroffenen Anliegerstraßen der Südstadt.

Mit vor Ort waren auch der Bundestagsabgeordnete Josip Jurtovic und der Landtagsabgeordnete Reinhold Gall. Josip Juratovic konnte den Sachstand aus Sicht des Bundes und Reinhold Gall aus Sicht des Landes darstellen.

Karl-Heinz Ullrich erklärte die grundsätzliche Bereitschaft der SPD im Gemeinderat, das Vorhaben positiv zu begleiten. Allerdings sind aus Sicht der SPD noch drei grundlegende Punkte zu klären:

1.  Das derzeit in Arbeit befindliche Verkehrsgutachten muss eine deutliche Entlastung der Innenstadt vom Verkehr belegen.

2.  Die unmittelbar von der Baumaßnahme betroffene Baumschule Schimmele muss bei einer ganz oder teilweisen Umsiedelung eine gesicherte Zukunft haben. Eine für das Unternehmen und die Stadt faire und tragbare Lösung ist Grundvoraussetzung. Auch hierzu wird derzeit ein Gutachten durch einen Sachverständigen erstellt, der von der Baumschule und dem Bund gemeinsam beauftragt wurde.

3.  Zwingend notwendig ist der vierspurige Ausbau der B 27 in Richtung Bad Friedrichshall. Dieser muss möglichst zeitgleich erfolgen. Hierzu konnten Josip Juratovic und Reinhold Gall berichten, dass Bund und Land eine Umsetzung der Vierspurigkeit bis 2030 planen.

In der intensiven Diskussion wurden die Bedenken der direkt Betroffenen sehr deutlich. Sofern keine konkrete Entlastung nachgewiesen wird, stößt das Vorhaben auf Ablehnung. Es gab aber auch zahlreiche positive Rückmeldungen. Von Vielen wurde die Hoffnung geäußert, dass die Baumaßnahme bei entsprechenden Begleitmaßnahmen (z. B. Durchfahrtsverbote für die Innenstadt) durchaus eine Entlastung bringen kann. Auch die Sicherung der Arbeitsplätze im Trendpark darf nach Ansicht der Befürworter nicht vernachlässigt werden. Sie sichern zugleich die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt. Zugleich wäre über den Anschluss eine bessere Vermarktbarkeit der letzten Neckarsulmer Gewerbeflächen im „Linken Tal“ gegeben, wodurch die städtische Einnahmenseite gesichert bzw. sogar verbessert werden könnte.

Von Stadtrat Ingo Vogt wurde auch die bereits in der Stellungnahme zum Haushalt vorgebrachte Idee einer Überdeckelung der B27 vorgestellt. Auch eine komplette Verlegung unter die Erde wurde nochmals eingebracht. Sicherlich eine mutige Idee. Aber vor rund 30 Jahren wurde zur Entlastung von Weinsberg der Schemelsbergtunnel gebaut. Aktuell fordert die Gemeinde Ellhofen eine Untertunnelung der B 39 für ihre Ortsdurchfahrt. Warum sollte solch eine Lösung nicht auch für die B 27 auf Markung Neckarsulm diskutiert werden.

Sobald alle Daten und Fakten vorliegen wird der Gemeinderat die grundsätzliche Entscheidung treffen. Bis dahin sind auch weitere Ergebnisse des 2017 abgeschlossenen Mobilitätspakts konkret sichtbar.

 

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